Was sind otoakustische Emissionen?
Otoakustische Emissionen (kurz: OAE, von griech. us, otos = Ohr) sind Töne, die -wörtlich- aus dem Ohr herauskommen. Die Emission erfolgt spontan und dauerhaft (spontane otoakustischen Emissionen, SOAE) oder auf einen externen akustischen Reiz hin (man unterscheidet je nach Reizgabe zwischen transitorisch evozierten otoakustischen Emissionen (TEOAE), distorsionsproduzierten otoakustischen Emissionen (DPOAE) und auch simultan evozierten otoakustischen Emissionen (SEOAE)).
Diese Töne werden von den Haarzellen des Corti-Organ, in der Cochlea oder Schnecke, erzeugt und entgegen der primären Flussrichtung des Schalls, retrograd emittiert. Das heißt die Emission verlässt das Cortiorgan über das ovale Fenster und damit das Innenohr, um dann über die Gehörknöchelchen das Mittelohr zu passieren und über das Trommelfell in den äußeren Gehörgang zu gelangen, wo sie über hochempfindliche Messmikrophone nachweisbar sind…