Besseres Richtungshören bei Cochleaimplantaten

Wie die US-Fachzeitschrift “Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)” berichtet haben Forscher des Instituts für Schallforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ein Verfahren entwickelt, bei dem durch kontrollierte Zufälligkeit das Richtungshören mit Cochleaimplantaten (CIs) verbessert werden kann.
Personen, die zwei Cochleaimplantate tragen, können damit auch räumlich hören. Jedoch ist dieses räumliche Hören eingeschränkt. Die Wiener Forscher vermuteten, dass dies damit zu tun habe, dass die Fähigkeit zum Richtungshören “einschläft”, weil die beiden CIs regelmässige gleichzeitige Signale abgeben.

Beim normalen Hören geschieht das Richtungshören, aber gerade durch die Ungleichzeitigkeit von Signalen. Ein Geräusch, das von rechts kommt, wird vom rechten Ohr früher wahrgenommen als vom linken.
Die Forscher fügten eine kontrollierte Zufälligkeit der Signale des CIs ein und konnten so eine deutliche Verbesserung des Richtungshörens erreichen.

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